{"id":1679,"date":"2023-07-03T13:07:29","date_gmt":"2023-07-03T11:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/?p=1679"},"modified":"2023-07-03T13:08:07","modified_gmt":"2023-07-03T11:08:07","slug":"newsletter-tracking-datenschutzkonform-gestalten-und-abmahnungen-vermeiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/?p=1679&lang=de","title":{"rendered":"Newsletter-Tracking datenschutzkonform gestalten und Abmahnungen vermeiden"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr viele Unternehmen geh\u00f6rt Newsletter-Tracking in Form der Messung von \u00d6ffnungs- und Klickraten sowie die Erstellung von Empf\u00e4ngerprofilen mittlerweile zum allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ft \u2013 viele Newsletter-Dienste bieten entsprechende Funktionen an. Leider wurde Newsletter-Tracking in der letzten Zeit vermehrt zum Gegenstand massenhaft versandter Abmahnungen.<br><br>Die \u00d6ffnungsrate gibt dabei Auskunft dar\u00fcber, ob eine Newsletter-E-Mail ge\u00f6ffnet wurde. Dazu wird ein \u201eWeb-Beacon\u201c in die E-Mail integriert, der eine individuelle Empf\u00e4ngerkennung enth\u00e4lt. Wird die E-Mail ge\u00f6ffnet, erh\u00e4lt der Server des Versenders eine automatische Nachricht. Die Klickrate gibt dagegen Auskunft dar\u00fcber, welche Links der Empf\u00e4nger anklickt. Nach einem Klick auf einen Link wird der User dazu zun\u00e4chst unbemerkt auf den Server des Anbieters umgeleitet und von dort aus zum eigentlichen Link-Ziel. Dieses wird durch zwischengeschaltete Tracking-Links erm\u00f6glicht. Die durch \u00d6ffnungs- und Klickraten-messung gewonnen Daten k\u00f6nnen anschlie\u00dfend zur Erstellung von individuellen Profilen genutzt werden, anhand derer der Werbetreibende Informationen \u00fcber die Wirksamkeit seines E-Mail-Marketings erhalten und sein Angebot danach ausrichten kann.&nbsp;<br><br>F\u00fcr das oben genannte Vorgehen ist jedoch in der Regel eine Einwilligung der Empf\u00e4nger erforderlich. Auf gesetzlicher Ebene ist f\u00fcr die Tracking-Ma\u00dfnahmen das TTDSG, durch welchen Nutzer vor Zugriffen auf ihre Ger\u00e4te gesch\u00fctzt werden sollen und f\u00fcr die Profilbildung die DSGVO, die die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt, ma\u00dfgeblich.&nbsp;<br><br>F\u00fcr Tracking-Ma\u00dfnahmen (\u00d6ffnungs- und Klickraten) ergibt sich die Einwilligungspflicht aus \u00a7 25 Abs. 1 TTDSG. Diese Vorschrift normiert eine Einwilligungspflicht f\u00fcr das Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Endger\u00e4t des Nutzers. Der weit gefasste Wortlaut der Norm schlie\u00dft auch die genannten Tracking-Ma\u00dfnahmen mit ein, da Web-Beacons und Tracking-Links Informationen darstellen, die mit der E-Mail auf dem Endger\u00e4t gespeichert werden. Zudem stellt die Mitteilung der Empf\u00e4ngerkennungen bzw. die Information, dass eine E-Mail ge\u00f6ffnet wurde, ein Auslesen dieser Information dar.&nbsp;&nbsp;<br><br>Die teilweise diskutierte Anwendbarkeit der Ausnahme von der Einwilligungspflicht nach \u00a7 25 Abs. 2 Nr. 2 TTDSG in diesen F\u00e4llen sollte durchaus kritisch gesehen werden. Danach ist eine Einwilligung nicht erforderlich, wenn sich der Adressat die empfangenen E-Mails ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht hat und zus\u00e4tzlich die Messung der \u00d6ffnungs- und Klickraten hierf\u00fcr unbedingt erforderlich ist. Zwar kann schon von einem ausdr\u00fccklichen Wunsch ausgegangen werden, wenn die Messung als Bestandteil anderer Dienste zu werten ist und deshalb mit ihr gerechnet werden musste. Da User h\u00e4ufig aber gar nicht wissen, dass Tracking-Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden, erscheint dies ebenso fragw\u00fcrdig wie die unbedingte Erforderlichkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Unternehmen geh\u00f6rt Newsletter-Tracking in Form der Messung von \u00d6ffnungs- und Klickraten sowie die Erstellung von Empf\u00e4ngerprofilen mittlerweile zum allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ft<\/p>\n<p class=\"link-more\"><a class=\"myButt \" href=\"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/?p=1679&#038;lang=de\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1679"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1679"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1680,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1679\/revisions\/1680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.eprivacy.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}